Richtigstellung zu dem Artikel von Peter Mantik, Lübecker Nachrichten

"Das Interesse an hip(4) ist in der Öffentlichkeit ungebrochen. Was der Intention des Kunstverein Wagrien an hip(4) als ein öffentliches kulturelles Stadtentwicklungsprojekt mit überregionaler Tragweite entspricht.

Jetzt sieht sich der Kunstverein in der Rolle, zu einem Artikel der Lübecker Nachrichten und seines Reporters Peter Mantik, Stellung zu nehmen, die Themen behandelt, die seiner Meinung nicht in die Öffentlichkeit gehören, da sie eine konstruktive und ehrenamtliche Vereinsarbeit sehr schwer machen. Zudem entsprachen viele Passagen des Textes nicht der Wahrheit bzw. wurden nicht richtig dargestellt.

Der Verein war und ist durchaus bereit, sich allen Kritikpunkten zustellen, um konstruktive Aufarbeitung in Angriff zu nehmen.
Allerdings sollte dem Verein Zeit gegeben werden, in Ruhe zu reflektieren und laufende buchhalterische Prozesse ordentlich zu Ende zu führen.“

Hier der Artikel von Peter Mantik

Zu den Vorwürfen

  1. Kostenrückerstattung: Laut Vertrag erhalten die Künstler Summen von bis zu 1000,- Euro Beihilfe zu Materialkosten, also keine 1000,- Euro als Festsumme. Freie Unterkunftszeit für den Auf-und Abbau und Teilverpflegung. Die Künstler haben das Recht danach Ihre Werke und die Materialien weiterzuverwerten. Zudem hat der Verein den Künstlern drei Monate das Recht ermöglicht, kostenlos im öffentlichen Raum auszustellen und sich selbst zu bewerben. Der Verein erhebt zudem laut Vertrag beim Verkauf 20% der Verkaufssumme, die dann dem Projekt wieder zufließen. Der Verein ist gemeinnützig und erzeugt keine private Gewinne. Alle Gelder gehen zurück in gemeinnützige Projekte und Vorhaben. Im bundesweiten Vergleich liegt der Verein mit dem Kompensationsaufwand ganz weit vorn. Typisch sind eher keine Gelder und nur ein Preisgeld.
  2. Offene Rechnungen: Es gibt noch 3 Künstler, die kein Geld bekommen haben, da hier noch Verbessrungen eingefordert wurden. Wir sind der Meinung, dass dies aber keine öffentliche Diskussion wert ist, da die Öffentlichkeit über viele Sachpunkte aus dem Vertrag mit den Künstlern und Details in Darstellung der vielen Belege nicht vertraut ist.
  3. Aufforderungen zur baulichen Nachbesserung: Einige Objekte wiesen Schäden durch Vandalismus
    oder Wind auf oder es fehlten wichtige Bestandteile.
    Der Verein musste im Interesse aller Partner reagieren und so wurden die Verfasser verschiedener Werke vom Verein angeschrieben, ihre Werke zu verstärken, bzw. es wurde mit ihnen nach Lösungen gesucht.5. Künstlerbetreuung und Kommunikation
  4. Künstlerbetreuung und Kommunikation: der Verein keinen Ersatz mehr für einen ausgeschiedenen Mitarbeiter des Projektes finden können. Wir möchten hier auf die allgemeinen Probleme der immer weniger werdenden ehrenamtlichen Potenziale in unserer Gesellschaft verweisen und werden versuchen hier 2016 Abhilfe zu schaffen.
  5. Kritik Andreas Eicke „die Künstler waren auch Sponsoren“: Der Kunstverein hat jedem Künstler  neben den oben genannten Unterstützungen als weitere Anerkennung für deren Einsatz eine große Stele (220*80cm, beidseitig und in zwei Sprachen) gestellt, alle Werke wurden im Leitflyer – Auflage 30 000 – dargestellt und dem Katalog - Auflage 1000 - mit einer Doppelseite, wie auch auf der stark frequentierten Internetseite mit einer eigene Seite bedacht. Der Verein hat in vielen Bereichen darauf geachtet, dass die Arbeit der Künstler angemessen positioniert war.
  6. Kritik Andreas Eicke „Kunstler seinen nur Dekoration“: Das wichtigste Bestandteil von hip(4) war das Aufstellen der Installationen. Hierzu wurde mit den Künstlern ein Vertrag geschlossen und diese erhielten dafür entsprechende Leistungen. Die Installationen waren aber auch Bestandteil der Gesamtkunstwerks hip(4) , eines kulturellen Stadtentwicklungsprojekt. Der Gemeinschaftscharakter war allen bekannt und ist auch bei anderen Veranstaltungen diese Art nicht unüblich.
  7. Bericht über hip(4) auf www.hiparc.eu: Ja, das ist ein sogenanntes „Initiiertes Interview“. Durchaus nicht unüblich, um Berichte und Inhalte aufzulockern. Er diente dazu, Hintergründe über hip(4) darzustellen. Wenn Herr Eicke hier inhaltliche Mängel aufzuweisen hat, würden wie diese auch gegebenfalls korrigieren.
  8. Falsche Zitate:
  • „….hip(4) –hier spricht der Reporter Herr Mantik sicherlich auf eine offene Rechnung der LN an. Diese Rechnung wurde vom Kunstverein nicht komplett  beglichen, da die LN bis zum heutigen Zeitpunkt ihre Leistungen, wie im  gegenseitigen Einvernehmen mit dem Anzeigenleiter und  Koorperationspartner Herrn Höper abgesprochen, noch nicht erfüllt hat. Sobald diese Absprachen erfüllt sind, erfolgt die Zahlung.
  • „…wurde von Niko Rickert mit Hinweis auf den Vertrag abgemahnt, weil …“ – alle Abmahnungen erfolgen immer im Namen des Kunstverein Wagrien.
  • "....nach Meinung Eickes sei hip(4) Initiator Niko Rickert ein Narzist...." Laut Stellungnahme  Andreas Eicke hat Mantik seine Ausführungen falsch dargestellt und er distanziert sich von dem Artikel.Zitat Eicke "...Peter Mantik hatte von irgendjemand meine Rundmail bekommen, mich  angerufen, ich hatte im Zusammenhang mit der Kränkungs-Nummer von "gekränkten Seelen" bei Künstlern gesprochen, für die ich durchaus Verständnis hätte, hatte dann über Narzismus als Antrieb für künstlerische Arbeit gesprochen, und die Falle der Kränkung. Schon hatte er es zusammengebastelt...Es ist weder mein Stil, noch meine Haltung (auch als gelernter Psychologe), derlei Beurteilungen öffentlich über Menschen abzugeben."

 

gez. der Vorstand der Kunstverein Wagrien e.V.

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